Das Centro Cultural Ayopayamanta im Dorf Independencia, Provinz Ayopaya, Departement Cochabamba verfolgt einen multikausalen Entwicklungsansatz mit Hilfe deutscher und österreichischer Projektfinanzierungen.
Ayopaya, Grundschulklasse bei der Umwelterziehung
Das Centro versucht nicht nur lokale Traditionen zu stärken, es will dabei auch die Partizipation der Landbevölkerung. Das geschieht mit ehrenamtlichen Landreportern über Funk, da viele Dorfgemeinschaften keinen Zugang über eine Strasse oder andere Kommunikationsmöglichkeiten haben und weit auseinander liegen. Neben den normalen Musik- und Nachrichtenprogrammen werden den Landreportern zwei Stunden eingeräumt, um über Erfolge, Probleme, Feste oder anderen Dorfgemeinschaften Mitteilungen zu machen.
Statt in die großen Städte oder andere Länder auszuwandern und das „Campo“ eines wichtigen Teils des Potenzials zu enterben, soll Jugendlichen vor Ort Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung geboten werden. Unter anderem durch das Handwerkerhaus und das Programm „Studieren und Arbeiten“. Während der/die Jugendliche einen Teil seiner/ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stellt finanziert eine Partner-familie aus Europa das Studium.
Wir haben in diesem Zusammenhang den Ausbau einer Jugendherberge gefördert (3.000 €). Dort wurde der Fußboden und das Fundament finanziert um den weiteren Ausbau in Eigenregie vornehmen zu können. Das Haus ist für Jugendliche gedacht, die aufgrund der Entfernung zur Familie auswärtig untergebracht werden müssen. (weiteres Material zu Ayopayamanta)
Unsere wichtigste Aufgabe ist zur Zeit das Ausbildungs- und Gemeindezentrum Villa Armonia, im Nordosten von Sucre, Bolivien.
CEMVA, Innenhof der Schreinerei während einer Ausstellung
(Foto von Anne Schicke, Dezember 2007)
Anfang 1994 startet das Projekt mit einem Kindergarten und im Februar 1995 konnte der Schulbetrieb mit zwei Klassen begonnen werden. In den Jahren 1996/97 schafften wir es die Räumlichkeiten für die nächsten Klassen fertigzustellen. In der Schule werden derzeit über 860 Schülerinnen und Schüler in zwei Schichten unterrichtet. Für 2001 wächst der Bedarf weiter, so dass wir den Kindergarten für Schulzwecke hernehmen müssen. Deshalb bauen wir derzeit einen neuen Kindergarten.
Wir tragen als Verein, neben den Auf- und Ausbaukosten, auch die laufenden Kosten, soweit sie nicht von anderer Stelle abgedeckt werden können und sie sich im Rahmen unserer Möglichkeiten bewegen.
Dieses Projekt konnten wir nur beginnen, weil uns das BMZ in Bonn einen Zuschuss für den Bau bewilligte und das Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg uns bei der Einrichtung geholfen hat.
Mittelfristig sind noch Lehrwerkstätten vorgesehen, damit eine gesundheitliche und schulische Versorgung bis zum Eintritt ins Berufsleben gegeben ist. (siehe die Homepage http://www.cemva.org)